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» Reiseberichte » Palau / Yap

Palau - Fische im Liebestaumel

Autor: Kirsten Clahr - Mai 2015 / Fotos: Kirsten Clahr, Beo Brockhausen, Richard Barnden


Frühes Aufstehen, lange Bootsfahrten, teilweise starke Strömungen und 3 Tauchgänge am Tag - mit entspanntem Erholungsurlaub hat das sicher nur noch wenig zu tun. Aber wer einzigartige Naturspektakel erleben möchte, lässt sich durch solche Kleinigkeiten nicht abhalten und wird dann letztendlich mit überwältigen Schauspielen belohnt. Und sicherlich gibt es "Schlimmeres" als eine abwechslungsreiche Bootsfahrt durch das Welt-Naturerbe der Rock Islands!

In diesem Frühjahr habe ich mich mit einer kleinen Gruppe Abenteurer auf eine außergewöhnliche Expedition nach Palau begeben. Die Tauchplätze der kleinen Inselrepublik in Mikronesien genießen einen großartigen Ruf. Selbstverständlich wollen wir überprüfen, ob dies so stimmt. Aber eigentlich sind wir hierher gereist, um uns das Liebespiel der Büffelkopfpapageifische anzusehen. Zu bestimmten Mondphasen finden wahre Orgien statt. Einige Fischarten versammeln sich in Massen, um abzulaichen. Darunter sind Rote Schnapper, Segelflossenschnapper und Büffelkopfpapageifische. Paul Collins und Richard Barnden haben diese Massenaggregationen jahrelang erforscht und bieten nun in Zusammenarbeit mit der Tauchbasis Sam´s Tours die sogenannten Unique Dive Expeditions an.

Und da auch ich immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Trips bin, darf ich die UDEs selbstverständlich nicht verpassen! 1500 Büffelkopfpapageifische sind nicht gerade wenig. Das Schauspiel beginnt zunächst damit, dass sich immer mehr Fische zusammen finden. Dann plötzlich kommt Unruhe auf und sie schwimmen äußerst schnell ins Blauwasser. Nun heißt es: fix hinterher - der Schwarm ist unsere einzige Orientierung!

Sie schwimmen alle in eine Richtung, dann ein plötzlicher Wechsel, es gibt ein großes Durcheinander, die Köpfe der Fische verfärben sich weiß. Dies ist ein Zeichen für ihren Erregungszustand. Ein Weibchen sondert sich von der Gruppe ab und wird sofort von einigen Männchen verfolgt. Explosionsartig huschen sie Richtung Wasseroberfläche und geben ihren Laich ab. Dieses Feuerwerk findet abwechselnd und manchmal auch gleichzeitig an mehreren Stellen statt. Sowohl die Büffelkopfpapageifische als auch wir Taucher haben unseren Spaß. Dann verschwinden die Fische wieder in alle Richtungen und nur die schlechte Sicht zeugt von der gelungenen Reproduktion.

Im Dunkeln ist gut Munkeln - und deshalb haben wir im Rahmen dieser Sonderexpedition noch weitere außergewöhnliche Tauchgänge geplant. Schwarzwassertauchgänge wurden in Hawaii entwickelt, in Palau haben Richard und Paul sie eingeführt. Der Ort ist ideal, denn Palau liegt sehr nah an einem Tiefseegraben. Und so springen wir im Dunkel der Nacht, 1000 Meter offener Ozean unter uns, ins Schwarz. Wir wollen abwarten, welche Kreaturen uns hier begegnen!

Unter dem Boot auf einer Tiefe von 15 Metern wird eine Stange mit Lampen befestigt, die umher irrende Organismen anlocken sollen. Das ist ziemlich spannend. Die Augen müssen sich erst daran gewöhnen, die winzigen Kreaturen überhaupt zu erkennen. Mit Glück können Fotografen hierbei die skurrilsten und bizarrsten Lebewesen ablichten: juvenile Fische oder Wirbellose - man weiß nie, was so durch den Ozean treibt.

Nach 2 Wochen in Palau kann ich sagen, dass diese Expedition mit zu meinen eindrucksvollsten Taucherlebnissen zählt. Wo sonst ist man von tausenden, liebestollen Fischen umgeben und kann Beobachter einer solch wilden Orgie sein? Vom Enthusiasmus der beiden Experten Richard und Paul habe ich mich gleich anstecken lassen. Und so planen wir gerade eine neue Reise für März 2016, bei der wir in einem Trip gleich 2 Laichaggregationen beobachten können!

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