extratour news Juli 2011 ... Wunderwelten der Meere

Hallo Liebe TaucherInnen,
gerade zurück aus dem winterlichen Südafrika berichtet extratour Chefin Kirsten Clahr heute über eines der beeindruckendsten Naturschauspiele der Welt: den einzigartigen Sardine Run an der Wild Coast - ein Fressmarathon mit großartigen Akteuren.
Die Möglichkeit, ein neues, unbekanntes Tauchgebiet im Süden des Omans auf einer Tauchsafari zu entdecken, findet großen Anklang. Auf den ersten Erkundungstouren zum Sonderpreis Ende Oktober/Anfang November sind noch einige Plätze verfügbar.
Neue interessante Programmerweiterungen gibt es sowohl in Mexiko als auch in Mosambik.
Und die Gruppenreise mit extratour Mitarbeiter Christian Ziegenfuß an die Westküste Sulawesis in Indonesien ist unser Tipp für unternehmungslustige Taucher.

Sommerliche Grüße und viel Spaß beim Stöbern durch unsere News wünscht das extratour Tauchreisen Team
Kirsten Clahr, Désirée Friedrich, Melanie Göbel, Susanne Köwing, Christian Ziegenfuß und Monika Beushausen


 

Noch freie Plätze auf den Erkundungstrips im Oman
Die ersten Expeditionen an Bord der Saman Explorer zu den Hallaniyat Inseln im tiefen Süden des Sultanats finden Ende Oktober und Anfang November statt. Gehören Sie zu den ersten Tauchern, die in die geheimnisvolle Welt eintauchen.
Eröffnungsangebot pro Person ab EUR 1.899,-

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Neu: Yucatan und Cozumel in Mexiko
Die Yucatan Halbinsel ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um die legendäre Höhlenwelt der Cenoten zu erkunden. Hier haben wir das Hotel Catalonia Playa Maroma neu ins Programm genommen. Toll kombinieren kann man den Aufenthalt mit der Insel Cozumel. Das ideale Taucherhotel ist das Allegro Occidental Cozumel, da es ganz nah an den besten Tauchplätzen des Nationalparks liegt. Und ein ganz besonderes Highlight sind hier die Walhaitouren, die zwischen Juni und September durchgeführt werden. Mit unserem Partner Pro Dive führen wir Schnorcheltouren durch, um diesen Giganten zu begegnen...

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Neues Resort in Mosambik
Die exklusive Nyati Beach Lodge liegt auf der San Sebastian Halbinsel in einem wundervollen, abgelegenen Gebiet Mosambiks, dem Vilanculos Coastal Wildlife Sanctuary. Die Lodge ist ein Zufluchtsort für alle, die Ruhe und Erholung in atemberaubender Natur suchen und dabei die außergewöhnlichen Tauchplätze des legendären Bazaruto Archipels erkunden möchten.
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Gruppenreise zu unberührten Tauchplätzen des Prince John Dive Resorts
Diese Gruppenreise, die von extratour Mitarbeiter Christian Ziegenfuß begleitet wird, führt Sie nicht nur zu den Tauchplätzen des Prince John Dive Resorts an die Westküste Sulawesis in Indonesien. Zusätzlich werden auf dieser Reise einige Erkundungstauchgänge in der Tomini Bucht durchgeführt, die bisher noch nicht erforscht wurden. Eine Reise also für entdeckungsfreudige Abenteurer....
Reisepreis pro Person EUR 1.899,- plus Flugsteuern  - Melden Sie sich jetzt an!
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Das große Fressen - Sardine Run Südafrika 2011
Text Kirsten Clahr / Fotos Beo Brockhausen
Es gibt Leute, die behaupten, der Sardine Run findet gar nicht mehr statt. Andere meinen, dass sich die Sardinen mittlerweile ins Rote Meer nach Saudi Arabien abgesetzt haben… Nun, ich kann nur sagen: der einzigartige Fressmarathon ereignet sich weiterhin an der Küste Südafrikas. Ich habe soeben dieses großartige Spektakel hautnah erleben dürfen – eine Erfahrung, die man niemals vergisst!!
Ich befinde mich in Port St. John´s, an der Wild Coast in Südafrika. Hier in der alten Transkei findet man noch das ursprüngliche, unberührte Afrika. Wir sind im Cremorne Estate am Umzimvubu River untergebracht. Die einfachen Holzhäuser liegen in einer wunderschönen Gartenanlage, dramatische Felswände mit dichtem Wald bilden eine fantastische landschaftliche Kulisse.
Die Aufregung am ersten Morgen ist groß. Frühstück um 06:50h bei einer Temperatur von nur 04°C!!! Dann schlüpfen wir in die Tauchanzüge, rüsten uns mit Mützen, Handschuhen und Windjacken aus, packen die Kameras in wasserdichte Beutel und starten mit dem Schlauchboot über den Fluss zur Mündung. Die Brandung ist äußerst beeindruckend. Hohe Wellen bauen sich wie eine Wand auf. Das erste Boot kommt zurück: nachdem es eine Stunde lang versucht hat, die Wellen zu durchbrechen, hat es nun aufgegeben. Unser Skipper beobachtet gelassen das Geschehen und gibt dann plötzlich Gas. Hurra, er findet eine Lücke nach der anderen und schafft uns einen Weg hinaus auf´s offene Meer. Die Begeisterung unserer Gruppe ist groß. Skipper Keith wird mit Applaus belohnt.
Unser Ziel ist es, einen Schwarm Sardinen zu finden. Die Fischschwärme formieren sich an der Küste häufig in Gruppen (den baitballs) und locken zahlreiche Räuber an. Wir werden angewiesen, den Ozean nach Sturmvögeln und Delfinen abzusuchen. Und es dauert auch nicht lang, bis wir die erste Vogelaktivität entdecken. Die Cape Gannets stürzen sich ins Meer, Delfine sind ebenfalls vorhanden. Die Kombination beider Tiere ist ein Zeichen, dass Sardinen im Wasser sein müssen.
Wir springen schnell ins Meer und versuchen, irgendetwas zu entdecken. Einige Delfine umkreisen mich und schwimmen in unglaublicher Geschwindigkeit davon. Ok, das war nichts. Die sind einfach zu schnell, also, zurück zum Boot und weiter geht’s. So vergehen einige Stunden.
Dann sehen wir, dass ein Buckelwal bläst. Nichts wie hin. Es ist nicht nur einer, gleich 4 der Riesen winken uns mit ihren Flossen zu. Ein Bursche springt nur wenige Meter entfernt aus dem Wasser. Sein massiver Körper hinterlässt eine riesige Wasserfontäne beim Aufprall. Wow! Die nächsten Tage verlaufen ähnlich. Buckelwale auf ihrer Migration nach Mosambik begegnen uns fast täglich, Delfine und Cape Gannets sind der Beweis, dass Aktivitäten unter Wasser vorhanden sind.
Doch sie konzentrieren sich noch nicht zu einem perfekten Baitball. Wir sind häufig schnorchelnd im Wasser, Haie umkreisen uns, Delfine werfen einen kurzen Blick auf uns und verschwinden. Wir können sogar einen Bryde´s Whale ausmachen, auch er ist auf der Suche nach großen Fischmengen. Als wir einen kleinen Schwarm aus Sardinen entdecken, benutzen wir die Tauchausrüstung und beobachten, wie die Sardinen um ihr Leben schwimmen. Doch sie sind die Verlierer bei dieser Fressorgie. Der Schwarm wird immer kleiner….

Und dann kommt unser großer Tag: wir beobachten wie üblich die Aktivitäten. Plötzlich der Ruf unseres Skippers: Seht Ihr das dort hinten? Ich sage Euch, Leute: dies ist ein wirklicher Baitball! Seine Aufregung überträgt sich auf alle. Flossen, Maske, Schnorchel, Gewichte und die Kamera geschnappt und dann gleite ich vorsichtig ins Wasser. Ich höre noch den Ruf: Achtung, es werden Haie anwesend sein. Also, auf keinen Fall mit den Flossen schlagen und so die Haie anlocken…. Was sich hier im offenen Meer herumtreibt, sind nämlich große Haie: Düstere Haie und Bronzehaie sind dann auch sofort zu sehen, sicher sind es an die 30 Stück, die ich zählen kann, was sich weiter in der Tiefe abspielt, kann ich nicht erkennen.
Der Sardinenschwarm bewegt sich auf mich zu. Die Geräuschkulisse ist heftig: aus der Höhe schießen die Sturmvögel wie Raketen ins Wasser. Ihr Gekreische und der Knall beim Eintauchen dringen an mein Ohr. Die Cape Gannets erreichen eine Geschwindigkeit von 40 – 120 km/h beim Eintauchen und schaffen es, bis auf 20 m abzutauchen, um die Sardinen zu erwischen. Hinzu kommt das Geknattere und Fiepen der Delfine…
Ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll.
Wie ein Ballet bewegt sich die Kugel aus Sardinen in verschiedene Richtungen, doch der Baitball wird immer kleiner. Nach einer Stunde sind nur noch vereinzelt Sardinen zu sehen.
Wir klettern zurück ins Boot und können gar nicht fassen, was wir gerade erlebt haben.
Aber damit noch nicht genug: ein Buckelwal macht einen ganz entspannten Eindruck und ruht sich an der Wasseroberfläche aus. Vorsichtig nähern wir uns ihm und gleiten langsam ins Wasser. Gemächlich taucht er ab und ich sehe, wie das gigantische Tier in der Tiefe verschwindet. Ich kann mein Glück kaum fassen. Welch ein Tag!
Die Abende verbringen alle in der rustikalen Bar, vor dem offenen Kamin, und tauschen die Erlebnisse des Tages aus. Doch die Abende sind meist sehr kurz. Nachdem man 7 Stunden im Schlauchboot auf dem Meer verbracht hat, leert sich die Bar meist bereits um 20 Uhr. Alle sind müde – und schließlich klingelt um 06:15h auch schon wieder der Wecker und ruft zu neuen Abenteuern!

Und nächstes Jahr wieder - hat jemand Lust, mitzukommen? Dann bitte bei extratour Bescheid geben, der Termin für die Gruppenreise im Jahr 2012 wird demnächst bekannt gegeben...

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